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Steuern legitimieren hohen Strompreis

Seit Jahren schwappen Wellen der Strompreiserhöhungen über deutsche Haushalte, der ständige Anstieg der Tarife, teils massiven Ausmaßes, fördert den Unmut im Lande. Obwohl die Liberalisierung des Strommarktes einst mehr Wettbewerb versprochen hatte, herrschen in den Augen vieler Bürger noch immer monopolartige Zustände auf dem Energiemarkt: Hinter die Ursachen von Preiserhöhungen können viele nur ein dickes Fragezeichen setzen. Unklarheit herrscht darüber, was die ständigen Preisanhebungen rechtfertigt.

Der Eindruck, dass Privathaushalte in Deutschland zu viel für Strom und Wasser bezahlen, wird durch die hohen Managergehälter, die in den Vorstandsetagen der vier Energiegiganten bezahlt werden, verstärkt. So belegt etwa RWE-Konzernchef Jürgen Großmann in einer Rangliste der bestbezahltesten Managern aller Dax-30-Unternehmen Platz 2. Eine Tatsache, die vielen Stromkunden den Kragen platzen lässt. Geld scheint vorhanden zu sein, von Strompreisreduktionen können die Verbraucher trotzdem nur träumen, obwohl bedingt durch die Wirtschaftskrise viele private Haushalte auf eine finanzielle Entlastung angewiesen wären.

Oft sind es die gestiegenen Steuern und Abgaben, beispielsweise hohe Konzessionsabgaben oder die Öko- oder Stromsteuer,  die Tariferhöhungen legitimieren. Auch hätten die sehr teuren Beschaffungskosten und die hohen Netznutzungskosten dazu beigetragen, dass sich der Strompreis aus Sicht des Verbrauchers negativ beeinflusst habe, erklären Stromversorger.

Immer wieder wird der Vorwurf kartellähnlicher Absprachen auch im Zusammenhang mit den Kosten für die Emissionszertifikate laut: diese Abgaben werden oft einfach auf den Endkunden umgelegt. Gerade Verbraucherschützer fordern immer wieder vehement die entschiedene Durchsetzung des Kartellrechts. Dies ist leider viel zu oft nicht der Fall. Sehr zum Leidwesen der Verbraucher.