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Immer mehr Verbraucher wechseln den Anbieter

In Zeiten, wo die weltweite Wirtschaftskrise fast täglich neue Horrormeldungen hervorbringt, wo Unsicherheit und eine gedämpfte Stimmung das Klima auf den Arbeitsmärkten prägt, heißt es in vielen deutschen Haushalten, den Gürtel wieder enger zu schnallen: dabei gerät auch der Stromanbieter in den Fokus. Verbraucher sollten den Wechsel des Energieversorgers in Betracht ziehen bei den Überlegungen, Kosten zu sparen.

Wie das Verbraucherportal Verivox ausgerechnet hat, könnten in Deutschland jährlich 10 Milliarden Euro gespart werden, würde jeder Kunde den günstigsten Stromtarif wählen. Allein bei den privaten Haushalten verberge sich ein Sparpotential von acht Milliarden, hat Verivox ermittelt. Würden auch Gewerbekunden einen Wechsel zum finanziell attraktivsten Anbieter vollziehen, könnten weitere zwei Milliarden Euro gespart werden.

Unmut über die Preispoltik der Stromriesen, die immer wieder massive Stromerhöhungen durchboxen, macht sich seit Jahren in Deutschland breit, doch offenbar scheuen noch immer viele Verbraucher den Wechsel zu einem der vielen, deutlich günstigeren Alternativ-Anbieter: Grund für diese zögerliche Haltung ist die Angst, plötzlich ohne Strom dazustehen. Experten bekräftigen aber, dass die Skepsis der Stromkunden vollkommen unbegründet sei, da der örtliche Grundversorger gesetzlich zur Lieferung verpflichtet ist. Zudem würde ein Wechsel – abgesehen vom wichtigsten Punkt, zukünftig weniger zahlen zu müssen – keine bedeutenden Änderungen mit sich bringen: die Leitung zum Haus sowie der bereits vorhandene Stromzähler können weiterverwendet werden, zusätzliche Anschaffungen oder spezielle Arbeiten innerhalb der Wohnung oder des Hauses sind nicht nötig.

Und doch scheinen sich viele das Diktat der finanzstarken Stromgroßkonzerne nicht länger bieten zu wollen bzw. ziehen immer mehr Leute in Erwägung, dem hohen Grundversorgungstarif ein Ende zu setzen: Wie das Kostenportal tarife.de im Internet schreibt, würden sich bereits 17,5 Millionen Haushalte am günstigeren Tarif des örtlichen Versorgers erfreuen. Das Sparpotential sei damit aber nicht ausgeschöpft: Um fast 250 Euro tiefer liegen die attraktivsten Angebote alternativer Anbieter.