Bewusstsein für Umweltproblematik wächst
Kommenden Samstag, 28. März 2009, macht die Welt – mal wieder – ihr Licht aus: Mit der vom WWF initiierten Aktion „Earth Hour“, die mit weit weniger medialem Interesse 2007 in Sydney ins Leben gerufen wurde, soll ein symbolträchtiges Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon will sich für unser Klima stark machen.
„Wir befinden uns auf einem äußerst gefährlichen Pfad, von dem wir abkommen müssen. Der Planet, auf dem wir alle leben, heizt sich auf”, appelliert er an das Bewusstsein der Menschen, der Umwelt Rechnung zu tragen. Obwohl von verschiedenen Seiten Kritik an dieser inszenierten Aktion geäußert wurde, haben bereits 1000 Städte, darunter auch Hamburg, ihre Teilnahme zugesichert. Ambitioniertes Ziel der Veranstalter ist es, dass gleichzeitig, abends zwischen 20.30 Uhr und 21.30, eine Milliarde Menschen für eine Stunde das Licht ausknipst.
Klimaaktion hin, Klimaaktion her: Die Problematik des Klimawandels scheint im Bewusstsein der Deutschen angekommen sein. Dies bewies eine jüngst veröffentlichte, unter 2000 Personen durchgeführte Studie: 64 Prozent der Befragten gaben an, im Alltag ganz bewusst klimaverträglich zu handeln. Die Studie ergab, dass speziell im Umgang mit elektronischen Geräten ein Umdenken stattgefunden hat. Viele Umfrageteilnehmer gaben an, ihre Geräte nicht mehr im „Stand-by-Modus“ schlummern zu lassen, sondern diese immer ganz abstellen.
Sehr vorbildlich also: Doch gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, Strom zu sparen. Mit wenig Aufwand verbundene Maßnahmen können viel bewirken. „Licht aus!“ lautet dabei ein zentrales Motto: Der Nutzung des Sonnenlichts solle im Alltag eine stärkere Rolle beigemessen werden, tägliche Arbeiten am Fenster verrichtet werden, um ohne elektrisch betätigtes Licht auskommen zu müssen, so die einhellige Meinung zahlreicher Stromseiten im Internet.
Ganz ohne Licht gehe es trotzdem nicht, daher sei es höchste Zeit, die stromfressenden Glühbirnen zu entsorgen und durch Energiesparlampen zu ersetzen, erklären Stromexperten im Netz. Diesen Tipp scheinen immer mehr Deutsche zu befolgen: Bei 56 Prozent der Umfrageteilnehmer gehören Glühbirnen bereits der Vergangenheit an.
Ein leidiges Thema bleibt der Computer: Auch er darf sich nicht mit dem Ruhm bekleckern, ein besonders klimafreundlicher Zeitgenosse zu sein – obwohl es mittlerweile energieeffiziente Modelle auf dem Markt gibt. Auch im Umgang mit dem Rechner zählt also, dass er nur dann laufen sollte, wenn er auch wirklich benötigt wird. Da speziell der Monitor sehr viel Energie verschlingt, sollte man auch die Dauer zur Abschaltung des Monitors einstellen – auch dies eine Maßnahme, die dem Klima hilft und dem Verbraucher keinen wirklichen Aufwand bereitet.